Re: naja, aber auch so ein typischer salonlinker... (Borussen)

verfasst von vengo(R) - Berlin Kreuzberg 61 - 17.04.2021, 09:44:12

Silent_Bob schrieb:
der hätte nicht bis fast 40 noch profifussball gespielt, wenn er damals
nicht finanziell so extrem auf die schnauze gefallen wäre mit komischen
investments wie diesen "bauherrenmodellen", wovon auch andere mitspieler
von ihm betroffen waren bzw. reingelegt worden sind. war er da vielleicht
zu gierig und auf eine höhere rendite als aufm sparbuch aus? und wie passt
dann sowas mit seinem gleichzeitigen engagement mit der linken liste /
grünen zusammen, für die er damals im mg kandidiert hat? ausserdem fuhr
er auch noch nen echt total stinkenden strich8-diesel...

und als trainer bei uns, dem fc oder im ausland hat der bestimmt auch nicht
nur für kost und logis gearbeitet, sondern zu den damals üblichen
konditionen sehr gut verdient.

versteht mich nicht falsch! ich hab den ewald in meiner jugend als spieler
geliebt. und später die linke nummer vom hochstädter fand ich mega
asozial...

aber: würde ewald heute noch spieler / coach sein, er würde sich die
kohle auch einsacken...


Natürlich und wie immer alle Vorurteile zusammenschmeißen und dazu noch Falsches erzählen.

Bauherrenmodelle wurden damals als gute Geldanlage angesehen, ein reines Steuerersparnismodell.
Aber Linke dürfen dürfen das natürlich nicht.

Auch nen alten Daimler fahren, o Gott o Gott. Gab zu der Zeit auch schon so viele umweltfreundlichere Autos.
Und Linke haben gefälligst am Hungertuch zu nagen, unter Brücken zu schlafen und zu Fuß zu gehen.

Ewald hat außer sich damals niemanden geschadet, hat mit dem stinkenden Daimler behinderte Kinder zum Training zur Borussia und wieder nach Hause gebracht.

Und für eine Linke Liste/Grünen hat er auch nicht kanditiert. Es war viel schlimmer, denn es war die von der DKP initiierte Friedensliste, für die er als Parteiloser kanditierte.

Übrigens 4 Jahre nachdem er schon aufhören wollte, wieder in MG war, und nach Bielefeld gehen musste, weil er ob der Verluste bei seinem Bauherrenmodell eben Schulden hatte, die Linke natürlich nicht haben dürfen.

Dass er doch weitermachte, liegt wohl eher an der Sucht. Aber das sich ein Fußballprofi trotz gut dotiertem Vertrag politisch engagiert, sich unter anderem um Minderheiten, Kranke kümmert, ist aller Ehren wert und es könnten sich einige von denen, die heute mit geplanten Plakataktionen auftreten, eine Scheibe abschneiden.

Wäre der Spruch zur CL von Vogts gekommen, hätteste wahrscheinlich gesagt, wie toll der doch ist.
Aber von dem Rechtsaußen würde sowas eben nicht kommen.

Gibt übrigens ne nette Geschichte, Berti unterstellte Ewald sogar dass dieser RAF-Sympatisant war und sagte mal zu ihm als sie im Hotel Nachrichten schauten:

„Schau mal, Ewald. Sie jagen wieder deine Freunde. Ich kann dir gar nicht sagen, wie gerne ich da mitmachen würde.“


Ewald antwortete nur:

„Das tut mir sehr leid für dich, Berti, aber bei deiner Körpergröße hast du keine Chance, in die Truppe aufgenommen zu werden.“

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Wat weiß ich, hömma? Habbich Löcha inne Hände?!

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  • Re: naja, aber auch so ein typischer salonlinker... - vengo 17.04.2021, 09:44:12
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