Re: Hat Max das gesagt? ... (Borussen)

verfasst von vengo(R)   - Berlin Kreuzberg 61 - 07.10.2018, 14:27:34

Mosch schrieb:
interessieren und sollte er auch erklären, finde ich


Unions Vorstoß geht in zwei Richtungen. Die erste These behandelt das Sportliche: »Ein stufenloser nationaler Wettbewerb aller deutschen Profivereine erhält die Popularität des Fußballs in Deutschland und stärkt seine internationale Wettbewerbsfähigkeit.« Dass die drei Profiligen unter dem Dach der DFL organisiert sein und diese, wie überall in Europa, jeweils 20 Teilnehmer haben sollten, darüber lassen bestimmt noch einige Vereine mit sich reden. Auch für die »Professionalisierung des Schiedsrichterwesens und der Sportgerichtsbarkeit« kann sich bestimmt der ein oder andere erwärmen. Schwieriger wird es mit Sicherheit, wenn über die »Festlegung von Obergrenzen von Gehaltsetats« diskutiert werden soll. Eine »wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende und stufenlose Verteilung der Vermarktungserlöse« dürfte, zumindest unter den etablierten Erstligisten, kaum Befürworter finden.

Mit seiner zweiten These greift der 1. FC Union den seit Jahren schwer schwelenden Konflikt zwischen Verbänden und Fans auf. »Die aktiven Fanszenen« sollten als »akzeptierter wichtiger Akteur« angesehen werden. Die Forderung nach »Teilhabe und Mitbestimmung« wird wie folgt formuliert: »Ein wirksames Vertreten der vielfältigen Interessen der am Fußball beteiligten Gruppen setzt voraus, dass diese direkt in den Entscheidungsgremien vertreten sind.« Hierfür müsste sich die DFL öffnen. Das scheint noch vorstellbar.

Eine Rolle rückwärts, wie bei folgenden Themen, ist dem Ligaverband aber kaum zuzutrauen. »Montagsspiele gehören abgeschafft.« Meint der 1. FC Union - und mit ihm bundesweit unzählige Fans, die ihre Vereine in den Stadien unterstützen. Diese seien ein zentraler Bestandteil der Faszination Fußball. Auch, weil ohne die von ihnen entfachte Atmosphäre der Fußball kaum medial zu vermarkten wäre. Deshalb setzt sich der Berliner Zweitligist auch dafür ein, Anstoßzeiten nicht an Übertragungsmöglichkeiten, sondern an Stadionbesucher anzupassen und »Maximalentfernungen bei Freitags- bzw. Wochentagsspielen« zu beachten.

Harter Tobak für Fußballfunktionäre. Der DFL übrigens genügte am Donnerstag ein Zehnzeiler, um über die geplante Strukturreform zu informieren. Inhaltliches? Nichts. Man muss nicht alles mögen, was im Positionspapier des 1. FC Union steht. Dafür, dass der Klub die Diskussion in die Öffentlichkeit getragen hat, darf man ihm aber dankbar sein. Allein die Reaktionen aus der 1. Bundesliga sprechen dafür. »Das ist kontraproduktiv«, meinte Mönchengladbachs Manager Eberl. Warum? Weil ein Status quo, eine Besitzstandswahrung im Stillen besser funktioniert? Michael Zorc hat in Dortmund anscheinend auch noch nicht viel weiter gedacht: »Ich sehe die Struktur, die wir haben, als erhaltenswert an.«


https://www.neues-deutschland.de/ar...-ein-verein-mischt-sich-ein.html

und:

https://www.borussen.net/forum/forum_entry.php?id=902699

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Wat weiß ich, hömma? Habbich Löcha inne Hände?!

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  • Re: Hat Max das gesagt? ... - vengo - 07.10.2018, 14:27:34
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