Re: Ich war im Stadion. (Borussen)

verfasst von Juke(R) - 27.01.2018, 23:29:20

Mir reichts genauso. Und zwar diese ständige Jammerei wegen „gefühlter“ Wahrheiten. Zu meinem Sport gehört es nicht dazu, dass ich irreguläre Tore akzeptieren möchte, wenn sich diese verhindern lassen. Ich hasse es, durch ein irreguläres Tor zu verlieren und wenn sich die Möglichkeit bietet, dies zu verhindern, dann sollte man diese nutzen. Ich bin überrascht, dass es (neutrale) Fußballfans gibt, die sich heute offensichtlich lieber gewünscht hätten, dass Werder durch einen irregulären Treffer gewinnt.

Es ist richtig, dass der DFB in der Umsetzung vieles falsch gemacht hat. Gerade für das Stadionerlebnis. Ich halte es ebenfalls für unerträglich, dass man im Stadion dumm gehalten wird und teils noch nach Minuten Entscheidungen revidiert werden, ohne dass man weiß warum. Das ist absolut unnötig. Laut Studien lassen sich 90% der Szenen innerhalb von max. 40 Sekunden aufklären. Dabei sollte man es belassen.

Wir alle müssen aber auch unsere Erwartungshaltung dämpfen, dass der VAR zu 100% Korrektheit führt. Das wird nie passieren. Laut IFAB ist die Quote von 93 auf 99% gestiegen dank VAR.

Wenn der Schiri dank VAR die Chance erhält, das Fouls des Kölners an Hofmann noch 3x in Zeitlupe zu sehen, dann ist das ein großer Fortschritt. Der Schiri kann dann nämlich aufgrund besserer Informationen entscheiden und wird mit einer weit höheren Wahrscheinlichkeit richtig liegen. Wenn ein Herr Zwayer dann trotzdem kein Foul sehen will, dann ist das kein Problem des VAR, sondern allein von Herrn Zwayer und seiner Regelauslegung (und ggf. der des DFB). Mal abgesehen davon, dass es ohne VAR ja ebenfalls keinen Elfmeter gegeben hätte. Der VAR ist nur ein (sinnvolles) Instrument, das zu einer weit besseren Entscheidungsqualität beiträgt. Ich bin ebenfalls erschüttert, wie miserabel der DFB dieses Instrument umsetzt, denn es müssten sich noch viel mehr Fehler korrigieren lassen. Und das ganze müsste den Spielfluss nicht so stören wie es teilweise geschieht.

Wir sollten aufhören ein sinnvolles Instrument in Frage zu stellen, was nur ablenkt vom eigentlichen Problem: der Unfähigkeit des DFB und seiner Schiedsrichter.
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