Riesenlob an Hecking und Eberl (Borussen)

verfasst von Flear(R) - Kent, UK - 16.12.2017, 08:59:23

Ich finde es absolut bemerkenswert, dass Hecking in einem so wichtigen Spiel mit zwei 18-Jährigen auf der Doppelsechs spielen lässt. Vertrauen in so junge Spieler zu haben, ist einfach klasse.
Die Mannschaft hat es gestern unter den gegebenen Umständen sehr gut gemacht. Die Kraft lässt spürbar nach, der völlig unnötige Druck von außen tut sein übriges. Die Winterpause wird uns gut tun und dann bin ich mir sicher, dass wir die gute Hinrunde wiederholen und vielleicht sogar toppen können (mit etwas weniger Verletzungspech).
Ich bin Eberl sehr dankbar für die klaren Worte. Es ist ja nicht nur das Auspfeifen von 18 jährigen beim Stand von 1:1, sondern eine unerträgliche Grundstimmung um den Verein. Da wird allen Ernstes ein Trainer heftig kritisiert, der seit er hier ist in 35 Spielen 57 Punkte (!) geholt hat und dabei besonders auf junge Spieler setzt. Bevor er kam waren es übrigens 16 punkte aus 16 Spielen.
Hier werden Maßstäbe angesetzt, wo Thomas Doll sich den “Arsch ablachen würde”. Man hat das Gefühl die Vizemeisterschaft hinter den Bayern wäre dann wohl gerade noch akzeptabel. Wahnsinn!!
Natürlich hatten wir auch schwache Partien dabei. Ja, einige Partien wurden zu lässig angegangen. Der Mannschaft geht das kämpferische Elenent bisweilen ab.
Wir sind leider nicht Atletico Madrid, die spielerisch stark sind und Mentalitätsmonster sind. Wir sind trotzdem eine gute Mannschaft mit den Charakteren, die wir haben. Unser Spielanlage finde ich um Welten besser, als die von Schalke. Und trotzdem wird hier nach Ergebnisunabhängigen Kritkpunkten gesucht. Das wäre gar nicht mal so schlimm, wenn diese sich nicht nach unrealistischen Luftschlössern ausrichten würden. Denn das, was Hecking angekreidet wird, sieht man in der Bundesliga weder bei Schalke, noch bei Dortmund und schon gar nicht bei Hoffenheim oder Leverkusen.
Durch diese übertriebene Erwartungshaltung schadet man dem Verein, denn was es mental bedeutet für unser Opernpublikum doch bitte den perfekten Fußball spielen zu müssen, ließ sich in den Partien gegen Mainz, Frankfurt oder Freiburg eindrucksvoll beobachten.

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Unten im Dorf nannte man sie die drei Narren, obgleich man sie nicht ungern sah.

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