... (Borussen)

verfasst von Bechti(R) - 18.06.2017, 17:33:36

Helmut K. und eine westdeutsche Lebenslüge

Über Tote nur Gutes. Ich denke gar nicht dran. Wir wollen doch nicht vergessen, daß es Helmut Kohl war, der uns die Preisgabe der D-Mark, den Maastricht-Vertrag, das grenzenlose Schengen-Europa einbrockte. Der zum größten Erstaunen der Russen ablehnte, als diese 1990 den nördlichen Teil Ostpreußens an Deutschland zurückgeben wollten.

Kanzler der Einheit? Eine faustdicke Lüge – wenn auch eine der kleineren des 20. Jahrhunderts. Die Wahrheit ist, daß Kohl von der Wiedervereinigung genauso wenig wissen wollte wie die übrige kleinwestdeutsche Parteienmafia. Als der baden-württembergische CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Friedmann 1986 in einem bemerkenswerten Thesenpapier anregte, im Rahmen der amerikanisch-sowjetischen Abrüstungsverhandlungen auch die Frage der deutschen Wiedervereinigung anzugehen, lehnte Kohl brüsk ab und kanzelte Friedmanns Vorstoß als „blühenden Unsinn“ ab.

Auch am 9. November 1989 war Kohl so ratlos wie der Rest der Bonner Rheinbund-Marionetten – hätte er nicht das Glück gehabt, einen intelligenten Kopf wie Horst Teltschik, BMW-Vorständler und langjähriger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, an seiner Seite zu haben, der ihm den bündigen „Zehn-Punkte-Plan“ auf einen Zettel kritzelte. Das ist die ganze banale Wahrheit.

Der Kanzler der deutschen Einheit heißt Otto von Bismarck. Vergeßt Kohl!

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Nüchtern betrachtet, war es besoffen besser!

Antworten auf Posting:
  • ... - Bechti - 18.06.2017, 17:33:36
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