Das muss man schon differenzierter Betrachten dürfen. (Borussen)

verfasst von Philipp(R) - Mönchengladbach - 16.12.2017, 09:28:48

Der erwirtschaftete Umsatz wurde seit 2008 von 59,5 Millionen mehr als verdreifacht (197 Million in 2016).

Unsere Toptransfers hießen Matmour, Bailly, Dante und Bradley die alle rund 2,5 Millionen gekostet und damit für uns immense Ausgaben bedeutet haben. Heute kosten selbst viele Talente deutlich mehr und wir sind in der Lage Spieler im Dunstkreis der Nationalmannschaft (Stindl, Kramer, Ginter) zu verpflichten.

Die Rahmenbedingungen haben sich also grundlegend geändert. Einige Mannschaften sind abgestürzt (VfB Stuttgart und v.a. Werder Bremen), andere (RB Leipzig, aber auch wir) kamen aus dem nichts und haben sich in der oberen Hälfte etabliert.

Folglich ändern sich Einkäufe, Gehälter (auch Eberls), aber auch Ansprüche.

Wären wir nach der CL-Quali wieder in den Abstiegskampf gelangt, hätte vermutlich kaum einer gemeckert. Die meisten werden froh gewesen sein, (noch) einmal mit Borussia dieses Erlebnis international erleben zu dürfen. Wie schwer dieser Spagat für Überraschungsteilnehmer ist, zeigt sich immer wieder. Diese Etablierung im internationalen Geschäft kann man Eberl und Favre nicht hoch genug anrechnen.

Wir sollten uns konzeptionell aber auch von den Ansprüchen an Leipzig orientieren. Natürlich verfügen diese über andere Geldmittel und wenn Burke dort floppt müssen diese sich weniger Gedanken machen als wenn uns selbiges mit de Jong oder Drmic passiert. Sicherlich werden diese irgendwann an uns vorbeiziehen, aber noch sehe ich uns in vielen Bereichen auf Augenhöhe. Welcher deren Spieler war denn bei der Verpflichtung durch RB für uns unerschwinglich? Dort wird einfach gut gearbeitet. Viele haben einfach Angst die Position („Europapokalteilnehmer“) leichtfertig aufzugeben. Wir hatten diesmal keine Dreifachbelastung und uns dennoch leider keinen Vorsprung gegenüber Hoppenheim/Leupzig herausgespielt.

Ich pfeife nicht im Stadion. Erstens bin ich weder da noch kann ich nicht pfeifen. Den Unmut gegenüber lethargischen Auftritten der Führungsspieler sowie dem konstanten zulassen von mehreren 100%igen Torchancen kann ich aber nachvollziehen. Nicht wegen einem Spiel (HSV), sondern auch wegen der Auftritt in Freiburg und Wolfsburg. Raffael spielt eine bescheidene Saison (die Doppelpacks und damit relativ vielen Tore täuschen darüber hinweg) und über Sommer brauchen wir gar nicht sprechen. Zudem haben Favre bei uns und auch Stöger beim FC gezeigt, dass man wacklige Verteidigungen in wenigen Spielen stabilisieren kann. Hier kann ich bei uns keinerlei Entwicklung erkennen, trotz 4 Nationalspielern und für uns hohen Ablösen. Liegt das an den Spielern oder an der taktischen Voraussetzung und dem hohen Stehen der AV? MMn zumindest teilweise an letzterem und mir ist unverständlich warum Hecking dies nicht ändert.

Es sind doch eher die jungen Neuzugänge (Cuisance und Zakaria) die unerwartet forsch vorangehen und uns Freude machen.

Die erreichte Punktzahl ist mehr als gut.

---
Erfolg stellt sich dann ein, wenn wir da weitermachen, wo wir früher aufgegeben hätten.

Gemeinsam zur Meisterschaft!

Antworten auf Posting:
  • Das muss man schon differenzierter Betrachten dürfen. - Philipp - 16.12.2017, 09:28:48
7967 Postings in 200 Threads, 872 registrierte User, 42 User online (0 reg. User, 42 Gäste)